|
Internationales Entwurfs-Seminar

|

Für Informationen oder Einschreibungen: info@montecarasso.ch
17 Internationales Entwurfs-Seminar
26.06 - 09.07.2010
Das internationale Entwurfs-Seminar
fügt sich in den Entwicklungs- und Planungsprozess der Gemeinde
Monte Carasso ein. Die, während dieses alljärlich stattfindenden
Kurses entwickelten Projekte, werden zur Kontinuität der Realisierung
der Gemeinde beitragen können.
Sie werden bessere Kenntnisse
der territorialen Realität dieses Ortes ermöglichen, und zu einer
weiteren Entwicklung des von Luigi Snozzi entworfenen städtebaulichen
Planungs-konzeptes führen. Die Entwürfe sollen der Prüfung eines
begonnenen Planungsprozesses dienen, in dem die Besiedlungsregeln
und Bauvorschriften durch die Vertiefung der einzelnen Projekte
fortwährend in Zweifel gezogen werden.
Die Themen des Seminars sollten
realistische Projekte auf dem Gebiet der Gemeinde Monte Carasso
abgeben mit privaten oder öffentlichen Auftraggebern. Das zweiwöchige
Seminar wird den Charakter eines "Ateliers" annehmen, dass durch
den Leiter des Kurses, in Mitarbeit mit seinen Assistenten geführt
wird.
Zum Abschluss des Seminars werden
die erarbeiteten Projekte von den Dozenten und dem Gastarchitekten
bewertet. Während des Seminaren werden auch Vorträge und Referate
gehalten.
In den vorangegangenen Seminaren
wurden zahlreiche Vorträge mit tessiner und ausländischen Architekten
wie Michele Arnaboldi, Raffaele Cavadini, Pierre-Alain Croset, Aurelio
Galfetti, Mario Botta, Eduardo Souto de Moura, Livio Vacchini, Esteve
Bonell, Gonçalo Byrne, Bernard Huet, Alvaro Siza, Roberto Masiero,
Francesco Venezia und Paulo Mendes da Rocha veranstaltet
Vorangegangenen Seminaren
7° Internationales Entwurfs-Seminar - 10-28.07.2000
8° Internationales Entwurfs-Seminar - 9-27.07.2001
9° Internationales Entwurfs-Seminar - 13-26.07.2002
10° Internationales Entwurfs-Seminar
- 28.06-11.07.2003
11° Internationales Entwurfs-Seminar
- 26.06-09.07.2004
12° Internationales Entwurfs-Seminar
- 02-15.07.2005
13° Internationales Entwurfs-Seminar
- 02-15.07.2006
14° Internationales Entwurfs-Seminar
- 28.06-13.07.2007
15 Internationales Entwurfs-Seminar
28.06 - 11.07.2008
16 Internationales Entwurfs-Seminar
27.06 - 10.07.2009
Monte Carasso
Das Dorf von Monte Carasso (2500
Einwohner) befindet sich neben der Stadt Bellinzona in Kanton Tessin,
im italienischsprechenden Teil der Schweiz. Dieses Gebiet, das lange
Zeit als wichtiger Raum inmitten verschiedener Kulturen des Südens
und Nordens galt, wurde seit den 70iger Jahren allgemein für seinen
Beitrag zur modernen Architektur anerkannt.
Es hat sich im Tessin neben
einzelnen Bauwerken von beachtlichem Widerhall, eine Auffassung
zeitgenössischer Urbanistik entwickelt, welche besonders im Werk
von Luigi Snozzi in Monte Carasso zum Ausdruck kommt. 1978, als
sich starke Widerstände gegen den während der 60iger-70iger Jahre
vorbereiteten Richtplan (Piano Regolatore) regten, wurde Snozzi
von der Gemeinde Monte Carasso beauftragt die Situierung der neuen
Primarschule im früheren mittelalterlichen Kloster zu studieren,
als Alternative zur vorgesehenen peripheren Lage neben der Autobahn.
Ursprünglich für einen Auftrag
gerufen, der als einfacher Restaurierungseingriff in die bedeutende
historische Hauptstruktur des Ortes erschien, nutzte Snozzi seinen
Freiraum um einen globalen Vorschlag für die Neuorganisation des
ganzen Areals zu entwickeln. Dieser Vorschlag führte zu einem neuen
Richt-und Verkehrsplan.
Der neue Plan bestimmt die Regeln
für die etappenweise totale räumliche Neuorganisation des als öffentlichen
Raums par excellence zu betrachtenden Zentrums des Dorfes. Dieser
Vorschlag basiert hauptsächlich auf dem Prinzip der klaren räumlichen
Abgrenzung des neuen Zentrums, welche sich sowohl durch die Schaffung
von Freiräumen, Strassenanpas-sungen, wie auch durch die Errichtung
räumlich präziser und bedeutender Gebäude verkörpert, die im Stande
sind diesem neuen Zentrum eine Bestimmtheit zu geben.
Nebenbei werden auch die Regeln
für die historischen Fraktionskerne innerhalb des Dorfes festgelegt,
in dem die bestehende Bausubstanz weiter massiv verdichtet wird,
um die Streuung der einzelnen Einfamiliehäusern auf das ganze Territorium
zu vermeiden und gleichzeitig den neuen Ansiedlungen einen Sinn
zu verleihen
|